Geschichte und Entstehung des Poetry Slam

Wir haben uns mit dem Thema Geschichte und Entstehung des Poetry Slam auseinandergesetzt. Dabei beschäftigten wir uns beispielsweise mit der zeitlichen Entwicklung, Verwandte Gattungen und Vorbildern.

Ursprung und Gründer

Der Poetry Slam hat seinen Ursprung in Chicago, wo der Gründer Marc Kelly Smith 1986 im “Green Mill Jazz Club” einen Abend kreierte, an dem Dichter ihre Werke präsentierten. Es herrschte eine Wettkampfstimmung, die Zuhörer anzog. Man sprach damals von dem ,,Original Chicago Uptown Poetry Slam“.

Zeitliche Entwicklung

Nach und nach verbreitete sich der Poetry Slam in ganz USA. Ein wichtiger Treffpunkt für Dichter und Slammer war 1991 das ,,Nuyorican Poets Cafe“ in New York. Auch Medien wie z.B. Lifestyle Magazine und MTV verhalfen dem Poetry Slam zur weiteren Bekanntmachung. 1993/94 fanden erste Slams in den Hauptstädten europäischer Länder statt (London, Stockholm, Berlin, Amsterdam). Seit 1996 finden monatlich in der ,,Münchener Substanz“ Poetry Slams statt, die heute zu den größten Poetry Slams in ganz Europa zählen.

Heute

Heute findet man in den USA hunderte Slam-Clubs. Außerdem existiert mittlerweile auch ein Dachverband mit dem Namen ,,Poetry Slam Inc.“, sowie eine davon unabhängige Schülerliga. Außerdem haben einige Slammer bereits eigene Plattenlabels gegründet oder Kinofilme gedreht.

In Deutschland wird in mehr als 70 Städten regelmäßig geslamt.

Im deutschsprachigen Raum

In Deutschland existieren Dicherwettstreits schon seit dem Mittelalter. Am bekanntesten wurde der ,,Sängerkrieg“, der auf der Wartburg im 13. Jahrhundert abgehalten wurde. Dem Poetry Slam ähnlich waren die ,,Jeder darf mal“-Veranstaltungen 1986.

1993 machten Mitglieder der Spoken-World-Bewegung aus den USA den Poetry Slam in Deutschland bekannt. Kurze Zeit später fanden die ersten ,,Dichter in den Ring“ Veranstaltungen in Köln statt. 1994 führte der Journalist Karl Bruckmeier den Lieraturslam ein. Ab 1996 fanden in den deutschen Großstädten regelmäßig Poetry Slams statt, wie auch die erste Poetry Slam-WM in Berlin. Die Zahl der Städte wächst immer weiter an. 1999 wurde der Poetry Slam auch in Österreich und der Schweiz bekannt.

Verwandte Gattungen

Zu den verwandten Gattungen des Poetry Slam zählen unter anderem Science Slam, Shortfilm Slam, Singer-Songwriter-Slam, Philosophy Slam, Comedy Slam, Jazz Slam und Theater Slam.

Höhepunkte und Hotspots

Höhepunkte und Hotspots fanden unter anderem 2003 in Darmstadt und Frankfurt, 2004 in Stuttgart, 2006 in München, 2007 in Berlin, 2008 in Zürich und 2009 in Düsseldorf statt.

Vorbilder

Da Marc Kelly Smith der Gründer des Poetry Slam war und es schaffte, seine Idde in der ganzen Welt bekannt zu machen, könnte man ihn sicher als ein großes Vorbild in der Geschichte des Poetry Slam sehen. Auch Karl Bruckmaier ist eine wichtige Persönlichkeit, da er 1994 den Literaturslam einführte. Ansonsten gibt es natürlich viele bekannte Poeten und Slammer, wie z.B. Sebastian 23, Andy Strauß und Nadja Schlüter, wobei schwer zu sagen ist, wer für sie ein Vorbild darstellt.

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