Das poetische Lexikon

Hier findet ihr die Definitionen einiger Begriffe, die für das Thema Poetry Slam von Bedeutung sind !

Poesie:

Das Wort Poesie kommt von dem griechischen Wort poiesis, das „Erschaffung“ bedeutet. Es ist eine andere Bezeichnung für Dichtkunst, womit eigentlich der Textbereich der poetischen bzw. literarischen Gattungen Dramatik, Epik und Lyrik gemeint ist. Allerdings spricht man normalerweise vor allem bei in Versen geschriebener Dichtung von Poesie, nicht bei den Prosatexten von Epik und Dramatik.

Das Wort Poesie kann außerdem für einen dichterischen Stimmungsgehalt von z.B. einem Film oder einem Moment stehen. Dies bedeutet dann, dass von dem Bezeichneten eine stille Wirkung ausgeht, die in der Sprache allein nicht zu erkennen ist.

Poetik:

Das Wort Poetik kommt von dem griechischen Wort für Dichtkunst. Als Poetik bezeichnet man die Lehre der Dichtkunst / der Poesie. Diese Lehre beschäftigt sich insbesondere mit Wesen, Wirkung, Form- und Gestaltungsgesetzen, Gestaltungsmitteln, Wert, Aufgaben, Funktionen, spezifischen Ausdrucksmitteln und Gattungen der Dichtkunst. Sie ist also ein Teil der Literaturwissenschaft, der unter anderem Stilistik und Rhetorik berührt und außerdem Maßstäbe zur Bewertung von literarischen Werken vorgibt, indem er praktische und erlernbare Anweisungen für die „richtige“ Erstellung poetischer Texte gibt. Literaturwissenschaftler dieses Bereiches wollen aber vor allem auch den Seinsgrund der Dichtung ermitteln und ergründen.

Lyrik:

Das Wort Lyrik stammt aus dem Griechischen und bedeutet ungefähr „Dichtung, die zum Spiel der Lyra gehört“. Seit dem 18. Jahrhundert gehört sie neben der Epik und der Dramatik zu den drei literarischen Gattungen. Unterformen der Lyrik sind z.B. Lied, Ode, Hymne und Ballade. Sie alle kennzeichnen sich durch konstante Elemente wie Rhythmus, Metrum und Vers, meist außerdem durch Reim und Strophe. In der Lyrik, die oft mit der Poesie (Dichtkunst allgemein) verwechselt wird, werden meist unmittelbare Gefühle und / oder Gedanken eines lyrischen Ichs mittels dieser konstanten Elemente ausgedrückt.

Lyrisch:

Als lyrisch bezeichnet man einen Text, der zu der literarischen Gattung Lyrik gehört oder dieser Gattung ähnelt. Das bedeutet, dass ein solcher Text stimmungsvoll und gefühlvoll sein muss. Weiterhin wird ein Text als lyrisch bezeichnet, wenn er aufgrund seiner Weichheit für gefühlsbetonten Gesang geeignet ist (z.B. lyrischer Tenor). Stimmungsvolle Texte kennt man vorallem, aus dem Bereich der Musik und auch in Gedichten, dabei spricht man von einer lyrischen Stimmung.

Literarisch:

Das Wort literarisch kommt von dem lateinischen “literaria” und bedeutete ursprünglich ‘wissenschaftlich’.

Als literarisch bezeichnet man einen Text, der zur Literatur gehört, also von einem Schriftsteller verfasst wurde (schriftstellerisch ist). Vor allem bezeichnet man Texte dann als literarisch, wenn sie eine tiefere Bedeutung aufweisen und wegen ihrer hohen Qualität eine nähere Auseinandersetzung verdienen.

Poetry:

„Poetry“ ist das englische Wort für Dichtung und Poesie.

Slam:

Das englische Verb „to slam“ bedeutet zunächst „zuschlagen“ oder „zuknallen“. „Slam“ kann aber auch für harte, vernichtende Kritik stehen sowie für einen Wettstreit. Daher kann „to slam“ auch mit „jemanden runtermachen“ oder „jemanden vernichtend schlagen“ übersetzt werden.

Poetry Slam:

Bei einem Poetry Slam handelt es sich um einen Dichtungs- bzw. Dichterwettstreit, ein Wettlesen von Dichtern um die Gunst eines Publikums. Dabei werden selbst geschriebene Texte der Gattung Slam-Poetry innerhalb einer vorher festgelegten Zeit dem Publikum, das später den Sieger bestimmt, präsentiert. Diese Wettkampfform entstand 1986 in Chicago und ist heute weltweit sehr verbreitet.

Slam-Poetry:

Slam-Poetry ist eine literarische Gattung /ein literarisches Genre, die / das vor allem bei einem Poetry Slam zu hören ist. Es ist eine Form von Poesie, die epische und lyrische Formen und deren Merkmale aufweist und somit keiner traditionellen Gattung eindeutig zugeordnet werden kann. Sie dient hauptsächlich dem möglichst freien Vortrag in einem Wettbewerb vor Publikum und ist somit auch eine Verknüpfung von Schreib- und Vortragskunst.

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